Strafbefehl für Halim-Dener-Wandbild

~Kriminalisierung des Halim-Dener-Graffitis am AJZ Bielefeld~
Vor 25 Jahren wurde Halim Dener beim Plakatieren von einem Polizisten getötet. Seitdem erinnert ein Gemälde an der Wand des AJZ in Bielefeld an die Tat und den Menschen.
Nun wurden sie dieses Jahr aufgefordert, es zu entfernen. Dem haben die Aktiven des AJZ widersprochen und die Frist zum Entfernen verstreichen lassen. Daraufhin wurde an die Vorstände ein Strafbefehl über 3000€ übersandt. Wir hätten’s genauso gemacht. Jedes AZ sollte ein solches Gemälde haben.
Am Montag findet in Bielefeld die Verhandlung statt, nachdem die Vorstände Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt haben.
Das Hausplenum des AJZ schreibt dazu:
„Wir fordern weiterhin die Einstellung der Kriminalisierung des Wandbildes. Die Erinnerung an den durch einen Polizisten getöteten Halim Dener darf nicht verboten oder durch die Leugnung seines politischen Hintergrundes entstellt werden. Halim Dener wurde am 30.06.1994 beim Anbringen von Plakaten mit dem Symbol der ERNK von einem Polizisten durch einen Schuss in den Rücken ermordet.Diese Tat resultiert unter anderem aus der Kriminalisierung des kurdischen Befreiungskampfes gerade seit dem Verbot der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im November 1993. Dieses Vorgehen der Behörden wurde im Laufe der Jahre auf immer mehr kurdische Organisationen und Institutionen ausgeweitet.Durch die öffentliche Hetze gegen Kurd*innen wurde ein Klima von Hass und Angst geschaffen, das von einer simplen Gleichung bestimmt war: Kurd*innen = PKK = Terrorist*innen. Dies drückt sich nun auch in dem Versuch aus, das Wandbild am AJZ zu kriminalisieren, das seit nunmehr 25 Jahren an den Tod Halim Deners und seine Hintergründe erinnert. An Halim Dener erinnert haben in diesem Jahr auch ca. 1.000 Menschen in Hannover, die anlässlich des 25. Todestages für ein würdevolles Gedenken an dem Ort der Tat demonstrierten und sich mit der kurdischen Bewegung solidarisierten.“
Wir sind dabei bei euch, liebes AJZ, bleibt stabil. Wir bleiben solidarisch!

10.09.: Vortrag zu Gewalt gegen Frauen

Der Vortrag findet im Rahmen der Frauenkneipe statt, ist aber für alle Geschlechter offen. Die Türen werden ab 19 Uhr geöffnet.

GEWALT – STRUKTURELLE GEWALT – HÄUSLICHE GEWALT

Was verstehen wir eigentlich unter dem Begriff „Gewalt“? Und was ist dann „Strukturelle Gewalt“ und wo verbirgt sie sich womöglich? Und warum sind Frauen beim Thema „Häusliche Gewalt“ so besonders betroffen?
In einem kurzen Überblick möchte ich versuchen, die Begriffe zu klären und mit Ihnen gemeinsam zu schauen, wie unser aller Leben von unterschiedlichen Formen von Gewalt geprägt ist. Und vielleicht gibt es Ideen, was dagegen zu tun ist?

Referentin: Christa Krimmler („Rosenstraße 76“)

*Kinder haben Platz in der Frauenkneipe und im SubstAnZ, für Betreuung und Spielunterhaltung ist gesorgt
*Der Raum hat einen barrierearmen Zugang und eine barrierearme Toilette.

Solidaritätserklärung des SubstAnZ Osnabrück mit dem Alhambra Oldenburg und der kurdischen Freiheitsbewegung

Am gestrigen Mittwoch, den 23. Mai 2018 durchsuchte die Polizei das selbstverwaltete Zentrum Alhambra in Oldenburg. Als Vorwand, um in linke Strukturen einzudringen, nutze die Polizei das angebliche Zeigen eine YPG Fahne auf der traditionellen Demonstration am 1. Mai in Oldenburg. Heute findet in Oldenburg am 17.30 Uhr eine Demonstration statt.

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