Gemeinsam gegen Abschiebungen!

Ab dem 26.02.20 werden wir aus dem SubstAnZ ein Banner mit der Aufschrift „Gemeinsam gegen Abschiebungen“ hängen. Dies tun wir, um ein Zeichen gegen die menschenverachtende und rassistische Abschiebepolitik zu setzen, die auch in Osnabrück das Leben vieler Menschen stark beeinflusst.

Abschiebungen erzeugen bei den Betroffenen eine permanente Angst, die ihr komplettes Leben durchdringt. Mittlerweile gehören sie zum Alltag und werden so in Europa und Deutschland normalisiert. Sie finden täglich statt, ohne dass die Öffentlichkeit davon etwas mitbekommt.

Abschiebungen bedeuten die Deportation in Krieg, Verfolgung, Armut, fehlende Lebensperspektiven und verunmöglichen ein menschenwürdiges und selbstbestimmtes Leben. Abschiebungen sind nur mit der massiven Beschneidung von Freiheitsrechten und der Anwendung von Gewalt durchzusetzen. Abschiebungen sind ein Verbrechen. Jede einzelne Abschiebung ist ein Verbrechen. Menschen werden durch Zwang an einen Ort gebracht, den sie aus legitimen Gründen verlassen haben.

Sie sind das letzte Glied in der Kette des Europäischen Abschottungsregimes. Während die Staaten des globalen Nordens seit Jahrhunderten durch Kolonialisierung, Ausbeutung und Unterdrückung ihren Reichtum auf Kosten der Staaten des globalen Südens vermehren, wird parallel dazu ein Regime aufgebaut, welches den von Kriegen und Ausbeutung betroffenen Menschen die Flucht aus diesen Zuständen verweigert. Durch Waffenlieferungen in Krisengebiete und ausbeuterische Wirtschaftsabkommen, werden Menschen aus ihren Lebenssituationen verdrängt. Gleichzeitig werden an den Außengrenzen Europas immer mehr Grenzzäune errichtet, Seenotrettung kriminalisiert und aktiv verhindert. Durch Deals mit Libyen und der Türkei wird alles versucht, um eine Migration nach Europa zu verhindern und die „Festung Europa“ weiter auszubauen. Was diese Abschottung für die Menschen bedeutet, sehen wir in den Lagern in Libyen, in denen Folter, Vergewaltigung und Erniedrigung auf der Tagesordnung stehen.

Diejenigen, die es trotz der ganzen Widrigkeiten in die EU schaffen, sehen sich einer massiven und stetig verschärfenden Diskriminierung durch harsche Asylgesetze ausgesetzt. Menschen werden in sogenannten „Ankerzentren“ und Massenunterkünften eingepfercht. Nächtliche Abschiebungen rauben ihnen den Schlaf. Repressive Duldungs- und Abschiebepolitiken verwehren gerechte und faire Asylverfahren sowie Bleibeperspektiven.

Während in der europäischen Politik das Bewusstsein wächst, dass die Außengrenzen nicht komplett abzuriegeln sind, wird die Grenze in das Landesinnere verschoben. So wird die Verweigerung sozialer Rechte immer mehr zum Mittel der Migrationsverhinderung. Arbeitsverbote, Leistungskürzungen von bis zu 57%, weit unter dem Existenzminimum, Residenzpflichten und Wohnsitzauflagen sollen aktiv Migration verhindern.

All dies verursacht ein Klima der Angst, in dem Migrant*innen und Geflüchtete permanent befürchten müssen abgeschoben zu werden. Dies werden wir nicht länger hinnehmen!

NoLager Osnabrück und das SubstAnZ erklären sich solidarisch mit der Kampagne „Gemeinsam gegen Abschiebungen“.

Gemeinsam gegen Abschiebungen! Bleiberecht für alle! Kein Mensch ist illegal!

12.11.: Frauenkneipe mit Schwerpunkt: Strukturelle Gewalt an Frauen

*Die Veranstaltung ist all gender. Alle Geschlechter sind willkommen.

Das Bündnis des Frauenstreik Osnabrück stellt sich vor und berichtet, was am letzten 8. März und seitdem zum Thema Frauenstreik in Osnabrück passiert ist. Ihr könnt uns kennenlernen, uns Fragen stellen und herausfinden, wo ihr Lust habt, euch einzubringen.

An diesem Abend wollen wir uns gemeinsam ein paar kleine Texte und Textausschnitte zum Thema der strukturellen Gewalt gegen Frauen anschauen. Wir wollen diese als Denkanstöße nehmen um zu besprechen, was uns zu diesem Thema einfällt. Diese Frauenkneipe bietet Raum zum Austausch von eigenen Erfahrungen, der Entwicklung einer Kritik und von Ansätzen zur Verbesserung und Abschaffung dieser Strukturen.


*Kinder haben Platz in der Frauenkneipe und im SubstAnZ, für Betreuung und Spielunterhaltung ist gesorgt
*Der Raum hat einen barrierearmen Zugang und eine barrierearme Toilette

Strafbefehl für Halim-Dener-Wandbild

~Kriminalisierung des Halim-Dener-Graffitis am AJZ Bielefeld~
Vor 25 Jahren wurde Halim Dener beim Plakatieren von einem Polizisten getötet. Seitdem erinnert ein Gemälde an der Wand des AJZ in Bielefeld an die Tat und den Menschen.
Nun wurden sie dieses Jahr aufgefordert, es zu entfernen. Dem haben die Aktiven des AJZ widersprochen und die Frist zum Entfernen verstreichen lassen. Daraufhin wurde an die Vorstände ein Strafbefehl über 3000€ übersandt. Wir hätten’s genauso gemacht. Jedes AZ sollte ein solches Gemälde haben.
Am Montag findet in Bielefeld die Verhandlung statt, nachdem die Vorstände Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt haben.
Das Hausplenum des AJZ schreibt dazu:
„Wir fordern weiterhin die Einstellung der Kriminalisierung des Wandbildes. Die Erinnerung an den durch einen Polizisten getöteten Halim Dener darf nicht verboten oder durch die Leugnung seines politischen Hintergrundes entstellt werden. Halim Dener wurde am 30.06.1994 beim Anbringen von Plakaten mit dem Symbol der ERNK von einem Polizisten durch einen Schuss in den Rücken ermordet.Diese Tat resultiert unter anderem aus der Kriminalisierung des kurdischen Befreiungskampfes gerade seit dem Verbot der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im November 1993. Dieses Vorgehen der Behörden wurde im Laufe der Jahre auf immer mehr kurdische Organisationen und Institutionen ausgeweitet.Durch die öffentliche Hetze gegen Kurd*innen wurde ein Klima von Hass und Angst geschaffen, das von einer simplen Gleichung bestimmt war: Kurd*innen = PKK = Terrorist*innen. Dies drückt sich nun auch in dem Versuch aus, das Wandbild am AJZ zu kriminalisieren, das seit nunmehr 25 Jahren an den Tod Halim Deners und seine Hintergründe erinnert. An Halim Dener erinnert haben in diesem Jahr auch ca. 1.000 Menschen in Hannover, die anlässlich des 25. Todestages für ein würdevolles Gedenken an dem Ort der Tat demonstrierten und sich mit der kurdischen Bewegung solidarisierten.“
Wir sind dabei bei euch, liebes AJZ, bleibt stabil. Wir bleiben solidarisch!

10.09.: Vortrag zu Gewalt gegen Frauen

Der Vortrag findet im Rahmen der Frauenkneipe statt, ist aber für alle Geschlechter offen. Die Türen werden ab 19 Uhr geöffnet.

GEWALT – STRUKTURELLE GEWALT – HÄUSLICHE GEWALT

Was verstehen wir eigentlich unter dem Begriff „Gewalt“? Und was ist dann „Strukturelle Gewalt“ und wo verbirgt sie sich womöglich? Und warum sind Frauen beim Thema „Häusliche Gewalt“ so besonders betroffen?
In einem kurzen Überblick möchte ich versuchen, die Begriffe zu klären und mit Ihnen gemeinsam zu schauen, wie unser aller Leben von unterschiedlichen Formen von Gewalt geprägt ist. Und vielleicht gibt es Ideen, was dagegen zu tun ist?

Referentin: Christa Krimmler („Rosenstraße 76“)

*Kinder haben Platz in der Frauenkneipe und im SubstAnZ, für Betreuung und Spielunterhaltung ist gesorgt
*Der Raum hat einen barrierearmen Zugang und eine barrierearme Toilette.

Solidaritätserklärung des SubstAnZ Osnabrück mit dem Alhambra Oldenburg und der kurdischen Freiheitsbewegung

Am gestrigen Mittwoch, den 23. Mai 2018 durchsuchte die Polizei das selbstverwaltete Zentrum Alhambra in Oldenburg. Als Vorwand, um in linke Strukturen einzudringen, nutze die Polizei das angebliche Zeigen eine YPG Fahne auf der traditionellen Demonstration am 1. Mai in Oldenburg. Heute findet in Oldenburg am 17.30 Uhr eine Demonstration statt.

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